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Wittig-Reaktion

(E)-selektive Wittig-Reaktionen

Die Wittig-Reaktion mit stabilisierten Yliden

Reaktionen mit Phosphor-Yliden, die in β-Position eine zusätzliche Mesomeriestabilisierung des Carbanions ermöglichen, verlaufen überwiegend (E)-selektiv. Carbonyl-Gruppen in β-Position und aromatische Systeme sind die bevorzugten Strukturelemente der so genannten stabilisierten Ylide, denn sie ermöglichen ein erweitertes konjugiertes System im Ylen. (In vielen Fällen kann das stabile Ylen isoliert werden.)

Abb.1
(E)-selektive Wittig-Reaktion mit stabilisiertem Ylid

Liu, Y. Y.; Thom, E.; Liebman, A. A. (1979): . In: J. Heterocycl. Chem.. 16 , 799 Wittig, G.; Haag, W. (1955): . In: Chem. Ber.. 88 , 1654

Laboranleitung: Darstellung eines Ylens für die stabilisierte Wittig-Reaktion

Laboranleitung: Die stabilisierte Wittig-Reaktion

Die Schlosser-Variante der Wittig-Reaktion

Mit der Schlosser-Variante der Wittig-Reaktion sind hohe (E)-Selektivitäten auch mit nicht stabilisierten Yliden zugänglich.

Diese Wittig-Variante wird bei tiefen Temperaturen durchgeführt. Der primär gebildete Betain-LiBr-Komplex ist bei niedriger Temperatur stabil und wird durch Zugabe eines weiteren Äquivalents Lithium-Base erneut deprotoniert. Die stereoselektive Protonierung dieses β-Oxido-ylids mit tert-Butanol liefert das thermodynamisch stabilere threo-Betain als LiBr-Komplex. Beim Erwärmen entsteht unter Abspaltung von Ph3P=O das (E)-Alken.

Abb.2
Die Schlosser-Variante der Wittig-Reaktion
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