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Wittig-Reaktion

Die Horner-Emmons-Wadsworth-Variante der Wittig-Reaktion

Die Horner-Emmons-Wadsworth-Reaktion ist eine Variante der Wittig-Reaktion und wird häufig auch als Wittig-Horner-Reaktion bezeichnet. Sie ist nach L. Horner, W.D. Emmons und W.S. Wadsworth benannt, die diesen Reaktionstyp zwischen 1958 und 1961 beschrieben.

Formal entspricht die Reaktion einer Aldoladdition mit nachfolgender Eliminierung eines Dialkylphosphats. Die hohe Bindungsaffinität zwischen Phosphor und Sauerstoff begünstigt diesen Reaktionstyp. Die Stereoselektivität der Doppelbindungsgeometrie wird durch die sterische Hinderung der Reste R1 und R2 im 4-Ring-Übergangszustand bestimmt.

Abb.1
Die Horner-Emmons-Wadsworth-Reaktion

R ist meist ein kleiner Alkyl-Rest, vor allem Methyl oder Ethyl. R1-Substituenten mit einem stabilisierenden -M-Effekt (Phenyl-, Carbonyl-Gruppen) begünstigen die Reaktion. Umsetzungen mit Ketonen sind möglich, meist verringert die größere sterische Hinderung aber sowohl die Ausbeute als auch die (E/Z)-Selektivität.

Beispiele für die Horner-Emmons-Wadsworth-Reaktion

Benzylphosphonsäure-diethylester wird mit Benzophenon zu Triphenylethen umgesetzt.

Abb.2
Synthese von Triphenylethen

Literatur

Horner, L.; Hoffmann, H.; Wippel, H. G. (1958): Phosphorus organic compounds. XII. Phosphine oxides as reagents for the olefin formation. In: Chemische Berichte. 91 , 61-63
Wadsworth Jr., W. S.; Emmons, W. D. (1961): The utility of phosphonate carbanions in olefin synthesis. In: Journal of the American Chemical Society. 83 , 1733-1738
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