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Explosivstoffe

Explosivstoffe - Alles Nitro oder was? - Einleitung

Sie haben eine verheerende, destruktive Wirkung, sind aber bei kontrolliertem Einsatz ein wichtiges Handwerkszeug, z. B. im Bergbau, im Bauwesen (Abbruch) oder im Verkehrsbau (Tunnel), tragen als Feuerwerk zur Unterhaltung bei und stehen in Verbindung mit dem Nobelpreis: Explosivstoffe.

Formal lassen sich Explosivstoffe in verschiedene Kategorien – z. B. Sprengstoffe (TNT) oder Schießstoffe (Schwarzpulver) – einteilen. Diese Lerneinheit gibt einen Überblick über einige der wichtigsten Explosivstoffe, der in ihnen enthaltenen chemischen Substanzen und ihren Energiegehalt.

Explosivstoffe lassen sich grob in zwei Gruppen unterteilen: Zum einen organische Verbindungen (oftmals mit Nitro-Gruppen als Sauerstofflieferanten), zum anderen stark sauerstoffhaltige anorganische Salze (häufig Nitrate oder Chlorate) im Gemisch mit Brennstoffen (z. B. Kohlepulver).

Bei der Explosion setzen sich diese Substanzen bzw. Gemische um, es entstehen in der Regel große Wärmemengen und – durch die bei der Reaktion entstehenden Gase wie Kohlendioxid, Stickstoff oder Wasserdampf – große, sich schnell ausbreitende Gasvolumina, die beide für die Explosionswirkung verantwortlich sind. Entsprechend sind die Explosionswärme und die Detonationsgeschwindigkeit zwei der wichtigsten Kenngrößen für Explosivstoffe (siehe Tabelle für Beispiele). Die zertrümmernde Wirkung von Explosivstoffen wird als Brisanz bezeichnet.

Tab.1
Explosionswärmen und Detonationsgeschwindigkeiten von gängigen Explosivstoffen
SubstanzExplosionswärme in kJ kg -1 Detonationsgeschwindigkeit in m s -1 Quelle
Schwarzpulver2700300-600WikiPedia
Cellulosenitrat44106800Römpp Online
Nitroglycerin67707600Römpp Online
TNT45206900Römpp Online
Pikrinsäure45207350Römpp Online
Nitropenta64008400Römpp Online
Hexogen57208750Römpp Online
Octogen56809100Römpp Online
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