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Doping aus chemischer Sicht

Diuretika

Diuretika sind harntreibende Substanzen, die der verstärkten Wasserausscheidung aus dem Körper dienen. Was auf den ersten Blick wie eine leistungsmindernde Eigenschaft wirken mag, wird beim Einsatz zu Dopingzwecken auf verschiedene Arten missbraucht. So kann die erhöhte Wasserabscheidung zur gezielten Gewichtsabnahme eingesetzt werden, um so bei Sportarten, die in Gewichtsklassen unterteilt sind, ein bestimmtes Zielgewicht zu erreichen. Nach dem offiziellen Wiegen wird der Flüssigkeitsverlust entsprechend wieder ausgeglichen, um so beim Wettkampf Vorteile zu haben. Desweiteren kann die wasserausscheidende Wirkung auch zur Ausscheidung anderer verbotener Substanzen aus dem Körper genutzt werden, man spricht in einem solchen Fall von Maskierungsmitteln. Allerdings bewirkt die erhöhte Wasserausscheidung in vielen Fällen ebenfalls eine erhöhte Mineralienausscheidung aus dem Körper, welche zu Nierenschäden führen kann. Ein Beispiel für ein besonders wirksames Diuretikum ist Furosemid, welches häufig in Form des Natriumsalzes eingesetzt wird. Weitere bekannte Vertreter dieser Wirkstoffklasse sind Bumetanid und Etacrynsäure. Viele Diuretika sind polare Substanzen. Als Alternative zu GC/MS-Verfahren werden daher zum Nachweis dieser Wirkstoffe auch häufig LC/MS-Verfahren eingesetzt. Die Einnahme ist generell verboten.

Tab.1
Diuretika
Substanz Furosemid Bumetanid Etacrynsäure
Struktur
Summenformel C12H11ClN2O5S C17H20N2O5S C13H12Cl2O4
CAS-RN 54-31-9 28395-03-1 58-54-8
3D-Darstellung
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