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Doping aus chemischer Sicht

Anabolika

Anabolika dienen dem Körper- und Muskelaufbau durch Steigerung der Proteinbiosynthese. Zu den bekanntesten Vertretern gehören u. a. die anabolen Steroide (z. B. Testosteron und Nandrolon) und β2-Sympathomimetika (z. B. Clenbuterol) sowie Wachstumshormone und -faktoren und verwandte Wirkstoffe (z. B. Insulin oder Erythropoietin / EPO). Anabolika dürfen generell nicht eingenommen werden.

Anabole Steroide

Anabole Steroide - wie z. B. die androgen wirkenden Steroide Testosteron und Nandrolon - gehören mit zu den namentlich bekanntesten Dopingmitteln. Neben der leistungssteigernden Wirkung haben diese anabolen Steroide auch eine Reihe von Nebenwirkungen. Hierzu gehören neben Akne und Leberschäden auch weitreichende hormonelle Nebenwirkungen, im Falle von androgenen Steroiden z. B. Zyklusstörungen bei Frauen oder Beeinträchtigungen in der Spermienproduktion bei Männern.

Tab.1
Anabole Stroide
Substanz Testosteron Nandrolon
Struktur
Summenformel C19H28O2 C18H26O2
CAS-RN 58-22-0 434-22-0
3D-Darstellung
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β2-Sympathomimetika

β2-Sympathomimetika wurden ursprünglich zur Behandlung von Asthma verwendet, werden aber auch als Dopingmittel eingesetzt, da sie neben ihrer bronchienerweiternden Wirkung zusätzlich sowohl fettabbauende als auch muskelaufbauende Eigenschaften besitzen. Clenbuterol (welches als Hydrochlorid eingesetzt wird) und Salbutamol (in Form des Sulfats) sind wohl die bekanntesten Vertreter. Zu den Nebenwirkungen gehören u. a. Herz-Kreislauf-Beschwerden und Muskelzittern.

Tab.2
β2-Sympathomimetika
Substanz Clenbuterol (Racemat) Salbutamol (Racemat)
Struktur
Summenformel C12H18Cl2N2O C13H12NO3
CAS-RN 37148-27-921898-19-1 (Hydrochlorid) 18559-94-951022-70-9 (Sulfat)
3D-Darstellung
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