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Claisen-Umlagerung und deren 3D-Visualisierung

Claisen-Umlagerung

Die Claisen-Umlagerung, benannt nach Ludwig Claisen, ist eine pericyclische Umlagerung, deren Ablauf dem der Cope-Umlagerung analog ist.

Abb.1
Allgemeiner Mechanismus der Claisen-Umlagerung

Sie verläuft über einen sechsgliedrigen Übergangszustand mit zwei π-Bindungen und einer σ-Bindung. Die Claisen-Umlagerung wird auch als Oxa-Cope-Umlagerung bezeichnet und den Sigmatropen Reaktionen zugeordnet, bei denen eine σ-Bindung, die einem oder mehreren π-Elektronensystemen benachbart ist, in einer [3,3]-Verschiebung in eine neue Position wandert.

Ein Allylvinylether reagiert auf diese Weise zu einer γ,δ-ungesättigten Carbonyl-Verbindung. Da sich auch Allylphenylether dementsprechend umwandeln, unterscheidet man zwischen der aliphatischen und der aromatischen Claisen-Umlagerung.

Sowohl bei der aliphatischen als auch bei der aromatischen Claisen-Umlagerung handelt es sich in vielen Fällen um thermische Isomerisierungen, die Temperaturen >100 °C erforderlich machen. Durch Verwendung von Lewis-Säure-Katalysatoren, insbesondere von Übergangsmetallkomplexen, lassen sich diese Reaktionen unter milden Bedingungen durchführen.

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