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Naturfasern

Naturfaser: Beispiel Baumwolle

2009 ist das Internationale Jahr der Naturfasern (www.baumwollboerse.de), das uns an die Bedeutung dieser Rohstoffe erinnern soll. Seit der Steinzeit, nutzt der Mensch Naturfasern, um Bekleidung, Schmuck und Werkzeuge herzustellen. Mit Sehnen wurden Steinäxte fixiert, sowie der Bogen bespannt, der zusammen mit dem Pfeil bei der Jagd verwendet wurde. Aus Pflanzenfasern wurden u.a. Seile und Segel hergestellt. Pflanzenfasern werden unterteilt in:

  • Basfaser der Sproßachsen (z.B. Jute, Hanf, Ramie, Lein, Kenaf, Bast)
  • Blattfaser (z.B. verschiedene Palmen, Flachs)
  • Samenhaare (z. B. Baumwolle)
  • Fruchthaare (z.B. Kapok)
  • Fruchtfaser (z.B. Kokos)

Eine andere Einteilung ist ihre Verarbeitungseigenschaft. Es wird unterschieden zwischen Hart- und Weichfasern. Zu den Hartfasern gehören z.B. Sisal und Kokusfasern. Zu den Weichfasern gehören Baumwolle, Hanf, Flachs und Jute. Heute macht Baumwolle den größten Teil an der Faserproduktion aus. Sie verdrängte in Europa den Hanf. Hanf, der heute eher durch seinen berauschenden Inhaltstoff THC bekannt ist wurde früher zur Herstellung von Kleidung, Seilen für den Ackerbau, Tauen und Segel für die Seefahrt, Haushaltsausstattungen und vieles mehr angebaut.

Abb.1
Feld mit reifer Baumwolle
David Nance
http://www.ars.usda.gov/is/graphics/photos/jul02/k5927-22.htm

Literatur

Kricheldorf, H. R. (September 2012): Menschen und ihre Materialien. 1. AuflageWiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA , 240, ISBN: 978-3-527-33082-9
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