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Vitamin K

Vitamin K - Resorption und Verteilung

Die sättigbare, aktive Resorption des Vitamin K1 durch Mizellenbildung im Jejunum (Leerdarm) ist von der Anwesenheit der Gallensäuren und der Pankreaslipase abhängig. Die K1-Resorptionsrate beträgt durchschnittlich 40-80 %. Sie wird durch niedrige pH-Werte, kurz- und mittelkettige Fettsäuren gefördert, durch langkettige Polyen-Fettsäuren und Fettersatzstoffe (Saccharose-Fettsäureester) hingegen gehemmt.

Das Vitamin K2 wird in terminalen Ileum (Krummdarm) und Colon (Grimmdarm) passiv, jedoch ebenfalls abhängig von Gallensäuren und der Pankreaslipase resorbiert und über das Lymphsystem weitergeleitet. Seine relativ geringe Resorptionsrate lässt keinen Sättigungsgrad erkennen.

Die relativ gute Wasserlöslichkeit des Menadions führt - neben einer von Gallensäuren und der Pankreaslipase unabhängigen, passiven Resorption - auch dazu, dass Menadion nicht wie die anderen Vitamin K-Analoga über die Lymphe, sondern über das Blutsystem transportiert wird.

Innerhalb des Organismus werden die K-Vitamine, ähnlich wie die Carotinoide und Steroide, hauptsächlich über Chylomikronen/VLDL/LDL-Fraktionen des Blutes transportiert. Die zeitliche Abnahme der Plasmakonzentration zeigt einen zweiphasigen Verlauf mit Halbwertszeiten von 20-30 min bzw. 120-165 min.

Die im Körper gespeicherten Vitamin K-Reserven sind aufgrund der hohen Umsatzrate mit 50-100 µg sehr niedrig. Gespeichet wird die Vitamin K-Gruppe vorwiegend in der Leber in Form teilweise gesättigter K1, K2-30- bis K2-65-Analoga. Die Speicherfähigkeit der Leber für diese Vitamin K-Derivate beträgt lediglich 1-2 Wochen. Die subzelluläre Verteilung des Vitamin K in den Hepatocyten zeigt eine vorwiegende Vergesellschaftung mit Membrankomponenten. K2-20 und K3 werden bevorzugt in Haut und Muskulatur sowie anderen Organen annähernd gleichmäßig deponiert. Die Ausscheidung als Glucuronide über den Harn erfolgt nach einer oxidativen Verkürzung der Seitenkette zu 4'- bzw. 6'-Carbonsäuren.

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