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Psychoneuroaktive Inhaltsstoffe der Schokolade

Anandamid

Walnuss-Praline - zusätzliche Omega-3-Fettsäuren.

Anandamid (Arachidonsäure-ethanolamid; sanskrit Ananda "Glückseligkeit") kommt in geringen Mengen in der Kakaobohne vor. Das N-alkylierte Amid der Omega-3-Fettsäure Arachidonsäure bindet an den Cannabinoid-Rezeptor auf den Zellmembranen von Nervenzellen und zeigt ähnliche Wirkung wie Δ9-Tetrahydro-cannabinol (Δ9-THC), der psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze.

Im Gegensatz zu Δ9-THC wird Anandamid sehr viel schneller abgebaut. Bereits nach 30 Minuten ist kein pharmakokinetischer Effekt mehr nachweisbar. Die Inaktivierung von Anandamid erfolgt im Gehirn durch die Fettsäureamid-Hydrolase. Sie spaltet das Arachidonsäure-ethanolamid in Arachidonsäure und Ethanolamid.

Anandamid kann wie die Arachidonsäure von der Cyclooxygenase-2 zu Prostaglandin-Derivaten verstoffwechselt werden. Ob die entsprechenden Prostaglandin-ethanolamide im Körper eine Wirkung entfalten, ist bisher unbekannt.

Abb.1
Anandamid
Abb.2
Δ9-Tetrahydro-cannabinol
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