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Mikroorganismen

Protozoen

Protozoen sind Einzeller mit Zellkern. Typische Vertreter sind das Pantoffeltierchen, Amöben, Euglena oder das Sonnentierchen. Protozoen kommen in Gewässern, aber auch im Erdboden vor. Sie können freilebend oder parasitär sein. Ihre Größe reicht von weniger als 20 µm (Nanoflagellaten) bis zu 500 µm. Man kennt heute mehr als 40.000 Protozoen-Arten, die in sieben Stämme eingeteilt werden. Neben der Art der Fortpflanzung liefert der Typ der Bewegung ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal: viele Protozoen haben Cilien (einen Saum bildende Wimpern-ähnliche Härchen) oder Geißeln (länger als Cilien, oft nur 1-2 µm). Amöben kriechen über die Oberfläche, indem Sie ihr Zellplasma in die Fortbewegungsrichtung auswölben (sogenannte Pseudopodien).

Die Reproduktion der Protozoen erfolgt meist über sexuelle Fortpflanzung.

Protozoen nehmen ihre Nahrung nicht nur durch Transport gelöster Verbindungen auf, sondern durch Einstülpungen, die entweder um feste (Phagocytose) oder flüssige Teilchen (Pinocytose) gebildet werden. Alternativ können Nahrungspartikel auch durch das Strudeln von Cilien aufgenommen werden, was die Partikel zu einem Mundfeld treibt.

Abb.1
Protozoen

a Amöbe b Paramecium, ein Ciliat c Flagellat

Auch Protozoen sind in der Lage, ernsthafte Erkrankungen auszulösen, wenn sie einem Menschen befallen. Eine Infektion kann über die Nahrung oder einen Insektenstich erfolgen. Zu den bekanntesten Krankheiten gehören die Malaria, die Toxoplasmose und die Leishmaniose. Die Behandlung ist schwierig, da sich Protozoen ähnlich wie Viren im Inneren von Zellen verstecken und sich dort vermehren.

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