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Mikroorganismen

Algen

Algen enthalten Chlorophyll und führen Photosynthese in spezialisierten Zellorganellen durch, den Chloroplasten. Viele Algen sind einzellige Mirkroorganismen, es gibt aber auch bis zu 100 m lange Riesen (Braunalgen), deren Aufbau trotz ihrer Größe einfacher ist, als der der Landpflanzen. Algen werden normalerweise nach den Pigmenten klassifiziert, die ihnen jeweils eine charakteristische Farbe verleihen (z.B. Braunalgen, Grünalgen).

Abb.1
Chlorella, eine Grünalge
Abb.2
Navicula, eine Kieselalge
Abb.3
Sushi

Mikroskopisch kleine Algen leisten zusammen mit den Cyanobakterien (früher Blaualgen genannt) den größten Teil der Produktion von Biomasse in Gewässern. Man findet sie vor allem als Plankton in den Ozeanen, in Süßgewässern oder auch auf dem Erdboden und vielen feuchten Oberflächen. Einige Algen gehen Symbiosen mit Pilzen ein, die dann als Flechten bezeichnet werden.

Für die Ernährung des Menschen spielen Algen vor allem in Ostasien eine Rolle. Dort wird traditionell Seetang genutzt, z.B. speziell verarbeitete Rotalgen für Sushi-Rollen. Weltweit werden jährlich in Zuchtfarmen mehrere Millionen Tonnen Algen geerntet und insbesondere zu Düngemitteln, Viehfutter, Kosmetik- und Lebensmittelzusätzen verarbeitet. Die Gelier- und Verdickungsmittel Agar, Alginsäure und Carragen werden so aus Algen gewonnen. Die als Nahrungsergänzung beworbenen "AFA-Algen" sind hingegen Cyanobakterien.

Weiterführende Informationen

Detaillierte Informationen über Verdickungsmittel finden Sie in der gleichnahmigen Lerneinheit.

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