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Allergien und Unverträglichkeiten durch Körperpflegemittel

Verordnung über kosmetische Mittel

Die Verordnung über kosmetische Mittel (Kosmetik-Verordnung, KosmetikV) listet die Stoffe auf, die weder beim Herstellen noch Behandeln kosmetischer Mittel verwendet werden dürfen und jene, deren Verwendung eingeschränkt ist.

  • Anlage 1 (zu § 1) der KosmetikV listet in Teil A 1132 Stoffe auf, die beim "Herstellen oder Behandeln von kosmetischen Mitteln nicht verwendet werden dürfen".
  • Anlage 2 (zu § 2) der KosmetikV listet in Teil A und C insgesamt 157 Stoffe auf, die "in kosmetischen Mitteln nur unter Einhaltung der angegebenen Einschränkungen und sonstigen Bedingungen verwendet werden dürfen".
  • Anlage 3 (zu § 3) der KosmetikV führt 161 Farbstoffe, Anlage 6 (zu § 3a) 56 Konservierungsstoffe und Anlage 7 (zu § 3b) die 28 in Kosmetika zugelassenen UV-Filter auf, jeweils mit ihrem zulässigen Anwendungsbereichen und Höchstmengen.

Nicht geregelte Werbeaussagen

Die Angabe "hypoallergen" auf der Verpackung bzw. in der Werbung für Kosmetika kann Verbraucher in der gefährlichen Sicherheit wiegen, das Produkt werde keine allergischen Reaktionen auslösen. Da Menschen jedoch prinzipiell auf alles allergisch reagieren können, ist die Aussage für hochpotente Allergiker unbrauchbar. Nur ein individueller Test beim Allergologen kann zeigen, ob das Kosmetikum tatsächlich vertragen wird. Eine EU-Kommission hat kritisiert, dass die Aussage "hypoallergen" bei Kosmetika nicht gerechtfertig sei und eine Täuschung der Verbraucher darstelle (Quelle: netdoktor.de; 22.09.2005).

Auch die Aussage "klinisch getestet" ist für den Verbraucher völlig nutzlos. Sie sagt weder aus, was getestet wurde, noch mit welchem Ergebnis. Die erweiterte Aussage "Hautverträglichkeit klinisch getestet" ist ebenfalls nichtssagend, weil auch eine Unverträglichkeit das Ergebnis des Tests sein könnte. Nur wenn auch das Ergebnis des Test angegeben wird, z.B. mit der Aussage "Hautverträglichkeit klinisch bestätigt", kann der Verbraucher daraus schließen, dass die Hautverträglichkeit höher als bei vergleichbaren Standard-Produkten ist. Von einer absoluten Hautverträglichkeit kann aber auch hier nicht ausgegangen werden.

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