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Sick Building Syndrom (SBS)

Das Sick Building Syndrom (SBS) wird von einem Teil der Mediziner als spezielle Form des MCS angesehen, von anderen hingegen als eigenständiges Beschwerdebild. Epidemiosoziologische Faktoren und medizinische Gesichtspunkte sind bei MCS und SBS weitestgehend gleich, unterschieden werden sie vor allem durch die örtliche Zuordnung des Auftretens der Beschwerden: Während MCS an keinen bestimmten Ort gebunden ist, tritt SBS in Gebäuden auf, ausgelöst z.B. durch spezifische Bau- oder Mobiliarmaterialien, bzw. Farb- und Lösungsmittelbestandteile.

Im Unterschied zu MCS wird beim SBS auch die veränderte physikalische Zusammensetzung der von Klimaanlagen bestimmten Raumluft in Bürogebäuden einbezogen. Neben Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur spielt hierbei die Ionenzusammensetzung der Luft eine Rolle: In der Luft von Klimaanlagen wird gewöhnlich ein erhöhter Anteil positiver Ionen nachgewiesen. Diese Kationen können über Hautrezeptoren die ACTH/Cortisol-Stresskaskade stimulieren. Die nachfolgende Immunhemmung trägt zu jener sprichwörtlich erhöhten Krankheitsanfälligkeit bei, die Angestellten in Bürogebäuden mit Klimaanlage nachgesagt wird.

Abb.1
Die Büroausstattung kann eine Quelle für SBS-Beschwerden sein