zum Directory-modus

Cytokine

Cytokine - eine Einleitung

Cytokine (von griech. cyto "Zell-" und -kinos "Bewegung") sind Proteine, Glycoproteine oder Peptide, die hauptsächlich von Immunzellen produziert werden und der Kommunikation von Zellen untereinander dienen.

Die Wirkung dieser Proteine ist dabei nicht auf das Immunsystem beschränkt. Cytokine steuern u.a. das Wachstum und die Entwicklung von Zellen und übernehmen damit sehr wichtige Signalfunktionen im Körper, ähnlich wie die Hormone, von denen sie sich bezüglich ihrer Funktion kaum abgrenzen lassen.

Mouse
Abb.1
Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor (M-CSF)

Abgebildet ist das Dimer des menschlichen M-CSF (PDB-Code: 1HMC).

Cytokine spielen eine entscheidende Rolle bei Entzündungsreaktionen, der Abwehr von körperfremden Stoffen in der Immunantwort oder bei der Vernichtung von Tumorzellen (Tumor-Nekrose-Faktoren).

Als Wachstumsfaktoren sind sie darüber hinaus an der Differenzierung von Zellen und an ihrer Vermehrung beteiligt. Ausgehend von einer befruchteten Eizelle entwickeln viele Lebensformen völlig unterschiedlichen Gewebetypen, bei Tieren z.B. Muskel- oder Gehirngewebe, Darmzellen, die Nährstoffe aufnehmen können, Sauerstoff-bindende Erythrocyten oder beweglichen Spermien. Jede dieser Zellen übernimmt andere Aufgaben im Organismus. Wachstumsfaktoren sind für die Bildung spezialisierter Gewebe und Organe unerlässlich.

Mittlerweile sind mehr als einhundert Cytokine allein im menschlichen Körper beschrieben. Eine Präsentation all der vielfältigen, teilweise auch überlappenden Funktionen und Interaktionen der Cytokine würde den Rahmen einer Einführung sprengen. Die folgenden Seiten konzentrieren sich auf eine Auswahl der wichtigsten Cytokine, der speziellen Cytokin-Rezeptoren auf der Zelloberfläche und die Wirkung der Cytokine auf die jeweilige Zielzelle.

<Seite 1 von 13