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Antioxidatives Schutzsystem

Vitamin C und die Synthese von Stresshormonen

Neben seiner Bedeutung für die Prolyl-Hydroxylase ist Vitamin C auch an der Synthese von Stresshormonen beteiligt.

Auf kurz- oder längerfristige Belastungssituationen (Stress) reagiert der Körper mit einer Ausschüttung von Adrenalin, das den Puls beschleunigt und den systolischen Blutdruck erhöht. Der Körper wird darauf vorbereitet, entweder zu flüchten oder zu kämpfen; für beide Situationen müssen Energiereserven mobilisiert werden. In diesen Belastungssituationen benötigt der Körper mehr Vitamin C für die Synthese der Stress-Hormone Adrenalin und Noradrenalin.

Der Neurotransmitter Dopamin wird durch die Dopamin-Hydroxylase zum Noradrenalin hydroxyliert, und an dieser Reaktion ist Ascorbinsäure als Cofaktor beteiligt. Durch den nachfolgenden Transfer einer Methyl-Gruppe wird Noradrenalin dann in Adrenalin umgewandelt.

Abb.1
Dopamin
Abb.2
Noradrenalin
Abb.3
Adrenalin

Die Beteiligung von Vitamin C an der Synthese von Adrenalin hat unmittelbare Auswirkungen auf die Funktionalität des antioxidativen Schutzsystems und die Gesundheit eines Menschen. Steht dieser permanent unter Stress, ist der Vitamin C-Bedarf aufgrund der starken Ausschüttung von Catecholaminen starkt erhöht. Beim Menschen wirkt besonders der emotionale Stress (z.B. Lebenskrisen, Verlust eines Angehörigen, Mobbing, Prüfungssituationen) auf die Catecholamin-Produktion.

Die langfristig gesteigerte Produktion von Stresshormonen hat ganz erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch oder Tier. Zahlreiche Befunde aus der Stressforschung zeigen ganz klar einen Zusammenhang zwischen Stress und der Entstehung von Krankheiten, wie z.B. auch Krebs. Neben der Hemmung des Immunsystems durch das Stresshormon Cortisol ist der Vitamin C-Mangel unter Stress und ein damit verbundenes insgesamt geschwächtes antioxidatives Schutzsystem eine der Hauptursachen für diese erhöhte Krankheitsanfälligkeit.

Katalysecyclus der Dopamin-Hydroxylase

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