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Wie sich das Immunsystem selbst reguliert

Das Immunsystem vermeidet eine überschießende ROS6)-Produktion durch eine unterschiedliche Empfindlichkeit der Immunzelltypen gegenüber den selbst produzierten ROS. Makrophagen und dendritische Zellen haben sich als wesentlich resistenter gegenüber ROS-Schäden erwiesen als deren Vorläuferzellen, die Monocyten. Produzieren z.B. die gereiften Makrophagen zuviel ROS, nehmen insbesondere die Monocyten Schaden und der Nachschub an weiteren Makrophagen bleibt aus. Als Folge nimmt die ROS-Produktion wieder ab. Ursache für die unterschiedliche Empfindlichkeit ist die Aktivität eines bestimmten DNA-Reparatursystems. In Monocyten werden nur wenige Proteine dieses Reparatursystems gebildet. Sie können daher ROS-Schäden an der DNA nur schlecht ausbessern. Cytokine wie GM-CSF7) und IL-4 sorgen im Rahmen der Reifung zu Makrophagen dafür, dass die Expression dieser Reparaturproteine hochreguliert wird.

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Quelle: Bauer, M.; Goldstein, M.; Christmann, M.; Becker, H.; Heylmann, D.; Kaina, B. (2011): Human monocytes are severely impaired in base and DNA double-strand break repair that renders them vulnerable to oxidative stress.. In: Proc. Natl. Acad. Sci. USA. 108 (52) , 21105-10