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Antioxidatives Schutzsystem

Parkinson

Abb.1
Parkinson (Schüttellähmung)

Das Parkinson-Syndrom gehört in den Komplex der neurodegenerativen Erkrankungen und zeigt Ähnlichkeit zur Alzheimer-Krankheit und zu Morbus Huntington.

Das nach dem englischen Arzt und Paläontologen James Parkinson (1755-1824) benannte Krankheitsbild zeigt sich an einer Verlangsamung und allgemeinen Störung normaler Bewegungsabläufe. Die Sprache wird leise und monoton, die Haltung ist gebückt und der Gang oft schlurfend. Dazu kommen eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Muskelsteifheit und Muskelzittern.

Das Syndrom bricht meist nach dem 50sten, oft sogar erst nach dem 70sten Lebensjahr aus, wobei in vielen Fällen zunächst nur eine Körperhälfte betroffen ist. Verantwortlich für die Krankheit ist das Absterben dopaminerger Neuronen im Gehirn. Die typischen Symptome treten aber erst dann auf, wenn bereits 70-80 % der betreffenden Neurone abgestorben sind.

Parkinson und oxidativer Stress

Die Parkinson-Erkrankung beruht auf einem Verlust von Dopamin-produzierenden Neuronen in der Substantia nigra im Mittelhirn. Gleichzeitig sind in der Substantia nigra mehr und mehr oxidative Schäden an Lipiden und ein Glutathion-Mangel zu verzeichnen; alles Symptome, die auf ein geschwächtes antioxidatives Schutzsystem in Gegenwart von gesteigertem oxidativem Stress hindeuten.

In einer an 13 Kiniken durchgeführten Plazebo-kontrollierten Doppelblindstudie wurde Coenzym Q10 zur Parkinson-Therapie getestet. Eine Verzögerung der Erkrankung durch dieses isolierte Antioxidans konnte allerdings nicht gesichert nachgewiesen werden.

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