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Phytoestrogene

Phytoestrogene sind sekundäre Pflanzenmetabolite, die vor allem in Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst enthalten sind und zu den Polyphenolen gehören. Ihr phenolisches Strukturelement ermöglicht die Mesomeriestabilisierung von Radikalen. Die drei Strukturklassen der Phytoestrogene - Cumestane, Isoflavone und Lignane - ähneln dem menschlichen 17β-Estradiol und haben auch eine Estrogen-ähnliche Wirkung, indem sie an Estrogen-Rezeptoren des Menschen binden und damit eine Kaskade von Reaktionen auslösen können, die die Expression von Genen im Zellkern verändert.

Besonders Sojabohnen sind reich an Isoflavonen und werden als biologische Alternative für Hormon-Ersatztherapien für Frauen in den Wechseljahren angeboten. Dieses "diätischen Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke" sollen gegen Osteoporose, andere Wechseljahresbeschwerden und gegen Krebserkrankungen helfen. Verschwiegen wird dabei gern, dass dieses Präparate bei Schilddrüsenveränderungen und bei Vorstadien von hormonabhängigen Krebsarten auch negative Auswirkungen für die Gesundheit haben und bestimmte Krebserkrankungen ebenso fördern können wie Therapien mit 17β-Estradiol.

Abb.1
Cumestrol, ein Cumestan
Abb.2
Genistein, ein Isoflavon
Abb.3
Enterolacton, ein Lignan