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Antioxidatives Schutzsystem

Biomoleküle mit antioxidativen Eigenschaften

Im menschlichen Organismus gibt es zahlreiche Biomoleküle, die aufgrund ihres Aufbaus antioxidativen Eigenschaften aufweisen und Radikale bzw. ROS1) abfangen. Einige dieser Moleküle erfüllen in erster Linie jedoch andere Aufgaben und werden deshalb nicht zum eigentlichen antioxidativen Schutzsystem gerechnet. Die Wirkung von β-Carotin, Vitamin K und Estradiol als Antioxidanzien wird auf den folgenden Seiten erläutert.

Tab.1
Blutkonzentrationen der Antioxidanzien
AntioxidansKonzentration in µM/LAntioxidansKonzentration in µM/L
- hydrophil   - lipophil  
Vitamin C30-150Vitamin E20-45
Glutathion1-2α-Carotin0,05-0,1
Bilirubin5-20β-Carotin0,3-0,6
Harnsäure160-450Lycopin0,5-1,0
  Lutein0,1-0,3
  Zeaxanthin0,1-0,2
  Coenzyn Q100,4-1,0

nach H. Sies et al., Ann. NY Acad. Sci. 1992

Harnsäure

Abb.1
Tautomerie der Harnsäure

Harnsäure ist als Abbauprodukt der Nucleotid-Basen Adenin und Guanin das Endprodukt des Purin-Stoffwechsels. Die strukturell mit dem Coffein verwandte Substanz hat die höchste Konzentration aller Antioxidanzien im Blut und reagiert bevorzugt mit Sauerstoff-Radikalen.

Bilirubin

Abb.2
Bilirubin

Bilirubin ist ein Abbauprodukt der Häm-Gruppe, die auch als Blutfarbstoff bezeichnet wird. Es entsteht durch Öffnung des Protoporphyrin-Ringsystems und wird mit dem Gallensekret in den Darm ausgeschüttet. Im Blut fungiert es als Antioxidans gegenüber Hydroxyl-Radikalen.

1)ROS: reaktive Sauerstoff-Spezies
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