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Antioxidatives Schutzsystem

Synthetische Antioxidanzien und Radikalfänger

Abb.1
Kaugummi

In der EU sind zwei nicht natürliche, synthetische Antioxidanzien zugelassen: tert-Butyl-hydroxy-anisol (BHA, E 320) und 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxy-toluol (BHT, E 321). BHA wird als herstellungsbedingtes ~10:1-Gemisch der 3-tert-Butyl- und 2-tert-Butyl-Isomere eingesetzt.

Die Anwendungsbereiche beschränken sich auf Kuchenmischungen, Getreide-Knabbererzeugnisse, Trockensuppen, Würzmittel (jeweils max. 200 mg/kg), Kaugummi (max. 400 mg/kg) und Nahrungsergänzungsmittel. Der ADI-Wert beträgt 0,5 mg (Summe BHA + BHT) pro kg Körpergewicht. Die Höchstmengenbeschränkungen beziehen sich auf die Summe von BHA, BHT und Gallaten, bezogen auf den Fettanteil des Lebensmittels. Für Kosmetika, Wachse, Farben, Arzneimittel und Verpackungsmaterialien sind die Stoffe ebenfalls zugelassen.

Beide Stoffe und ihre Hauptmetabolite aus der Gruppe der Benzoate stehen im Verdacht, allergische und pseudoallergische Reaktionen auszulösen. Ihre biologische Halbwertszeit ist mit etwa 10 Tagen relativ lang. In Tierversuch haben sich bei hochdosierten Fütterungsversuchen sowohl krebsfördernde als auch krebshemmende Effekte gezeigt. Die Erkenntnisse sind bisher als "nicht auf den Menschen übertragbar" eingestuft.

Abb.2
2-tert-Butyl-hydroxy-anisol (BHA)

Eingestuft als "krebserzeugend Kategorie 3B".

Abb.3
3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxy-toluol (BHT)

Eingestuft als "krebserzeugend Kategorie 4".

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