zum Directory-modus

Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Allergien gegen Soja- und Weizeneiweiß

Wie beim Milch- und Hühnereiweiß finden auch Produkte der Sojabohne und des Weizens breite Verwendung in der Herstellung von Lebensmitteln.

Sojaeiweißallergie

Verarbeitungsprodukte der Sojabohne werden zu verschiedensten Zwecken in diversen Lebensmitteln eingesetzt, z.B. Sojalecithin und Sojamehl als Emulgatoren (Backmittel). Werbeattribute wie "vegetarisch", "vegetabil" oder "rein pflanzlich" lassen eine Verwendung von Sojaprotein als Fleischersatz vermuten. Zwar sollte gereinigtes Sojaöl und Sojalecithin proteinfrei sein, doch haben Untersuchungen in einzelnen Produkten Spuren von Allergenen nachweisen können. Bis zum Inkrafttreten der neuen Kennzeichnungsverordnung konnten sich Sojaprodukte hinter Bezeichnungen wie pflanzliches Protein/Eiweiß, pflanzliches Fett oder Pflanzenöl, Emulgator Lecithin (E 322), Leguminosenmehl und Backmittel verbergen.

Weizeneiweißallergie

Auch bei der Allergie auf Weizenprodukte sind verschiedene Proteine als Auslöser identifiziert worden, u.a. das Weizen-Albumin und Globulin aus der äußeren Schale des Korns (Vollkornprodukte) sowie das Klebereiweiß aus dem Mehlkörper (Vollkorn- und Auszugsmehlprodukte). In der Regel findet nur ein Allergietest auf die Gesamtfraktion des Eiweiß statt. Je nachdem auf welche Eiweiße die Betroffenen reagieren werden insbesondere erhitzte Auszugsmehle manchmal ohne Beschwerden vertragen.

Besteht die Allergie nur gegen das Weizeneiweiß, lässt es sich durch andere Getreidemehle gut ersetzen. Bei einer pollenassozierten Kreuzallergie werden aber oft auch andere Getreidemehle ähnlich schlecht vertragen, so dass die Betroffenen auf Mehl- und Kornvarianten ausweichen müssen, die nicht den Getreiden zuzuordnen sind, z.B. Buchweizen (Knöterichgewächs), Amaranth (Fuchsschwanzgewächs), Quinoa (Gänsefußgewächs), Kastanien-/Maronenmehl, Sojamehl. Dinkel/Grünkern hingegen gehört ebenfalls zur Weizenfamilie und sollte gemieden werden.

Seite 5 von 12