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Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Allergien gegen Milch- und Hühnereiweiß

Eines der größten Probleme für Nahrungsmittelallergiker sind Allergene, die als Bestandteile diverser Zutaten enthalten sein können. Bis zum Inkrafttreten der neuen Kennzeichnungsverordnung konnten sich solche allergenen Komponenten hinter ihren Zusatzstoffgruppennamen verbergen, weil sie nicht explizit aufgelistet werden mussten.

Milcheiweißallergie

Bisher sind fünf Proteine als Allergieauslöser im Milcheiweiß identifiziert worden. Am häufigsten reagieren die Betroffenen auf Casein und β-Lactoglobulin. Allergiker, die nur auf ein oder zwei der Milcheiweißallergene reagieren, vertragen oft gekochte Milch oder fermentierte Milcherzeugnisse (Sauermilchprodukte).

Im Zutatenverzeichnis weisen die Begriffe Molkenprotein, Süßmolke, Sauermolke, Casein und Caseinate auf die Verwendung von Milcheiweiß hin.

Hühnereiweißallergie

Bereits sechs Prozent aller Babys reagieren allergisch auf Hühnereiweiß in Babynahrung. Einige allergieauslösende Eiweißbestandteile, wie z.B. das Ovalbumin, sind hitzelabil und werden beim Erhitzen denaturiert. Andere Proteine im Hühnereiweiß sind jedoch hitzestabil und wirken auch nach dem Erhitzen als Allergen.

Wie das Milcheiweiß wird auch das Hühnereiweiß als vielseitig verwendbarer Lebensmittelzusatz genutzt, z.B. als Bindemittel, Emulgator, Lockerungsmittel, Treibmittel und Klärmittel.

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