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Diagnose einer Lactose-Intoleranz

Für einen Selbsttest eignet sich eine Rotationsdiät und eine Eliminierungsdiät (siehe dazu Hinweise unten auf der Seite "Identifizierung der Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten"). Besteht einer Verdacht, kann er mit einem Provokationstest nach einer entsprechenden Verzichtsphase überprüft werden.

Eine Intoleranz kann ambulant auf folgende Weise diagnostiziert werden:

H2-Atem-Test
Bei diesem Test weist man den von Darmbakterien gebildeten Wasserstoff in der Ausatemluft nach. H2 entsteht nur dann, wenn nicht verdaute Lactose in tiefere Darmabschnitte gelangt (z.B. weil ein Lactase-Mangel besteht) und dort bakteriell verstoffwechselt wird. Das Gas diffundiert aus dem Darm bis ins Blut und gelangt über den Kreislauf in die Lunge, wo es ausgeatmet wird. Für den Test werden 50 g Lactose auf nüchternen Magen eingenommen und innerhalb von drei Stunden alle 10 Minuten der H2-Gehalt des Atems bestimmt. Ein Anstieg der H2-Konzentration über 20 ppm gilt als indirektes Anzeichen einer Lactose-Unverträglichkeit.
Blut-Glucose-Test
Hierzu nimmt der Proband ebenfalls nüchtern 50 g Lactose zu sich. Vor der Einnahme, eine sowie zwei Stunden danach wird der Glucose-Gehalt des venösen Blutes bestimmt. Bleibt die Blutzucker-Konzentration unter 10 mg/dL, ist das ein deutlicher Hinweis, dass die Lactase den Milchzucker nicht oder nur begrenzt in Galactose und Glucose gespalten hat - "normal" wäre ein Anstieg des Blutzuckers auf etwa 20 mg/dL. Für Patienten mit Diabetes mellitus ist der Test nicht geeignet.
Gen-Test und Biopsie
Ein Abstrich der Wangenschleimhaut ermöglicht einen Gen-Test. Hierbei kann überprüft werden, ob der Lactase-codierende Gen-Bereich Fehler aufweist. Gegebenenfalls kann auch die Entnahme einer Gewebeprobe direkt aus dem Dünndarm notwendig sein.