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Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Intoleranz gegenüber Milchzucker

Die Lactose-Intoleranz, auch Milchzucker-Unverträglichkeit oder Lactase-Mangelsyndrom genannt, geht auf einen Mangel des Enzyms Lactase zurück. Die Lactase (β-Galactosidase) wird von den Dünndarmzellen gebildet und katalysiert die Spaltung des Zweifachzuckers Lactose in Glucose und Galactose. Wird die Lactose nicht verdaut, wird sie in tieferen Darmabschnitten von Bakterien zu CO2, H2 und organischen Säuren zersetzt. Die Folgen sind Magen-Darm-Beschwerden, vor allem Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen, Krämpfe und Durchfall. Unbehandelt kann die Lactose-Intoleranz bei Kindern Wachstumsstörungen und bei Senioren Osteoporose verursachen bzw. fördern.

Abb.1
Spaltung der Lactose durch das Enzym Lactase

Diagnose einer Lactose-Intoleranz

Behandelt werden kann die Lactose-Intoleranz zum einen über eine konsequente Meidung aller Lactose-haltigen Lebensmittel. Ferner besteht die Möglichkeit, das fehlende Enzym Lactase als freiverkäufliches Medikament vor oder während einer Mahlzeit einzunehmen. Da die exakte Dosierung der externen Lactase nach Bedarf schwierig ist, kann diese medikamentöse Therapie die Symptome meist nur lindern, jedoch nicht völlig verhindern. Die weitestgehende Vermeidung des Konsums von Lactose bleibt für die Betroffenen oberstes Gebot.

Lactose-Gehalt einiger Nahrungsmittel

Abb.2
Molekül-Modell der Lactose

Weiterführende Informationen

Umfangreiche Basisinformationen zur Lactose-Intoleranz gibt es bei:

1) (1991): Der kleine "Souci, Fachmann, Kraut": Lebensmitteltabelle für die Praxis. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft ,
2)Renner, .; Renz-Schauen, . (1994): Nährwerttabellen für Milch und Milchprodukte. B. Renner ,
3)i. Tr.: in der Trockenmasse
4)i. Tr.: in der Trockenmasse
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