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Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Kreuzallergien

Etwa die Hälfte der Pollen- und Blütenstauballergiker in Deutschland zeigt eine prägnante Neigung zu spezifischen Nahrungsmittelallergien (pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien). Diese Kreuzallergien beruhen auf der botanischen Verwandschaft bestimmter Nahrungsmitteln mit wildlebenden Blüten- und Pollenträgern, sie besitzen einen so genannten gemeinsamer Antigenkern. Es werden jedoch auch Kreuzallergien beobachtet, die sich nicht mit einer botanischen Verwandtschaft erklären lassen.

Wie stark die kreuzallergene Reaktion auf ein Nahrungsmittel ausfällt, hängt von allergenen Gesamtsituation der Betroffenen ab. So werden z.B. während der Hochsaison des Gräserpollenflugs Vollkornprodukte weniger gut vertragen, als in der pollenfreien Winterzeit.

Da Kreuzallergien auf Nahrungsmittel nicht zwangsweise auftreten, sollte auf die betroffenen Nahrungsmittel in der Regel erst verzichtet werden, wenn allergische Beschwerden auftreten. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der regelmäßige Verzehr der mit einer Pollenallergie verknüpften Nahrungsmittel die Entwicklung einer Kreuzallergie fördert.

Eine Pollen-Hyposensibilisierung bewirkt in rund 50 % der Fälle auch eine verminderte Kreuzreaktivität gegenüber den betroffenen Nahrungsmitteln. Oft können nach der Therapie die bisher nicht vertragenen Nahrungsmittel in begrenztem Maß wieder konsumiert werden.

Tabelle der Nahrungsmittel, die mit Allergien verknüpft sind

Tabelle weiterer, nicht mit Nahrungsmitteln assoziierter Kreuzallergien

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Abb.1
3D-Struktur des Birken-Allergens BetV1

(Betula verrucosa; PDB-Code: 1BV1; 17,4 kDa)

Abb.2
3D-Struktur des Wiesen-Lieschgras-Allergens Phl P2

(Phleum Pratense; PDB-Code: 1WHO; 10,8 kDa)

Ergänzende Informationen

PDF "Sekundäre Nahrungsmittelallergien" der österreichischen Ärztezeitung.

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