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Physiologische Wirkungen von Histamin

Die Bindung an Histamin-H1 -Rezeptoren

  • führt zu einer Kontraktion der glatten Muskulatur (Stimulation der Darmperistaltik, Verengung der Bronchien, Uteruskontraktion),
  • verengt Gefäße mit einem Durchmesser > 80 µm, u.a. die Bronchial- und Pulmonalarterien,
  • weitet die Koronargefäße sowie kleinere Gefäße (verursacht die typische Hautrötung einer Histaminreaktion),
  • initiiert die Ausschüttung von Catecholaminen aus dem Nebennierenmark und
  • löst über sensible Nervenenden Schmerz und Juckreiz aus.
  • Die verstärkte Kontraktion des Epithels von Kapillaren und Venolen führt zu einer Permeabilitätserhöhung der Gefäßwände, zu einem Austritt von Gefäßflüssigkeit ins Gewebe sowie einer Hämokonzentration und einem nachfolgenden Durstgefühl.

Die Bindung an Histamin-H2 -Rezeptoren

  • steigert die Salzsäureproduktion des Magens (Gastrin-vermittelt),
  • weitet die Koronargefäße sowie kleinere Gefäße,
  • erhöht die Schlagfrequenz, Schlagstärke und Kontraktionskraft des Herzmuskels und
  • moduliert die Cytokin-Freisetzung aktivierter Mastzellen.

Die Bindung an Histamin-H3 -Rezeptoren

  • hemmt präsynaptisch die Histamin-Freisetzung (negative Rückkopplung).

Die Bindung an Histamin-H4 -Rezeptoren

  • steuert der Bewegung von eosinophilen Granulocyten und Lymphocyten (Wanderung in Richtung der höchsten Histamin-Konzentration, Chemotaxis).