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Neuromodulierende Wirkstoffe

Hirndoping und Neuroenhancement

Abb.1
Einige Medikamente können die Gehirnleistung kurzzeitig steigern

Mit Schlagwörtern wie "Viagra fürs Gehirn" oder "Gedächtnispillen" werden derzeit intensiv Medikamente beworben, die Merkfähigkeit bzw. die Leistungsfähigkeit des Gehirns positiv beeinflussen sollen. Hirndoping ist - vor allem bei Studenten in Prüfungssituationen und bei Menschen in extrem leistungsorientierten Berufen - sehr beliebt und der Markt entsprechend groß.

Was genau verbirgt sich hinter den Modeworten Hirndoping oder Neuroenhancement, was können diese Wirkstoffe leisten?

Auf den folgenden Seiten werden Substanzen vorgestellt, die sich bei Menschen positiv auf Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit und kognitive Leistungsfähigkeit auswirken können, die aber oft mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sind.

Definition
Doping ist per Definition die Einnahme verbotener bzw. nicht erlaubter Substanzen oder die Nutzung unerlaubter Methoden zur Leistungssteigerung (Definition World Anti-Doping Code laut WADA1), deutsche Definition von Doping laut NADA2)). Im Alltagssprachgebrauch ist oft allgemein von Doping die Rede, wenn lediglich die Verbesserung der eigenen Leistung gemeint ist - beispielsweise ein "Doping" mit Kaffee oder mit Schokolade. In diesem weiter gefassten Kontext ist auch der Begriff "Hirndoping" zu verstehen.
1)WADA: World Anti Doping Agency
2)NADA: Nationale Anti Doping Agentur
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