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Neuromodulierende Wirkstoffe

Gehirndoping beeinflusst die Neurotransmitter

Ansatzpunkt für die gezielte Beeinflussung des Gehirns sind oft die Neurotransmitter wie Acetylcholin, Serotonin oder Dopamin, deren Konzentrationen den gesamten Gehirnstoffwechsel regulieren. Zu wenige Neurotransmitter führen im schlimmsten Fall zu Krankheiten wie Epilepsie (GABA1)-Mangel), Parkinson (Dopamin-Mangel), Depressionen (Serotonin-Mangel) oder Alzheimer (geht mit einem Acetylcholin-Mangel einher). In den letzten Jahren wurden zahlreiche Medikamente entwickelt, die einen Verlust an Neurotransmittern im Krankheitsfall zumindest teilweise ausgleichen, Demenzprozesse verlangsamen und den Patienten ein halbwegs normales Leben ermöglichen.

Diese Medikamente können jedoch auch von gesunden Menschen missbraucht werden. Die meisten neuromodulierenden Wirkstoffe zur Steigerung der Leistung oder der Lernfähigkeit haben in irgendeiner Form mit dem Neurotransmitter-Stoffwechsel zu tun, indem sie die Neurotransmitter-Ausschüttung fördern, die Abbaurate verringern oder die Wiederaufnahme in die Zelle verlangsamen. Unter harmlos klingenden Namen wie "NeuroPusher", "Brainbooster" oder "Gedächtnisverstärker" werden Wirkstoffe an Schüler, Studenten und Berufstätige verkauft, ohne dass diese von den oft gefährlichen Nebenwirkungen dieser Präparate wissen.

Wie wirken Neurotransmitter?

Definition
Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, die an den Nervenumschaltstellen (Synapsen) elektrische Signale von einer Nervenzelle zur Nachbarzelle übertragen.

Nervenzellen berühren sich nicht direkt - zwischen zwei Nervenzellen liegt der synaptische Spalt, der bei der Weitergabe der Erregung überbrückt werden muss. Diese Aufgabe übernehmen die Neurotransmitter, die in den synaptischen Spalt abgegeben werden, an spezifische Rezeptoren der Nachbarzelle binden, dort eine bestimmte Reaktion auslösen, und dann von Enzymen wieder abgebaut werden.

Zahlreiche neuromodulierende Wirkstoffe verändern beispielsweise die effektive Konzentration dieser Neurotransmitter im synaptischen Spalt, indem sie die Neurotransmitter-abbauenden Enzyme hemmen. Andere Wirkstoffe können ebenso wie der Neurotransmitter an den Rezeptor der nächsten Nervenzelle binden und diese stimulieren.

Abb.1
Molekulare Mechanismen der synaptischen Übertragung

Weitere Informationen zum Thema "Synapse" finden Sie hier.

Wichtige Neurotransmitter

1)GABA: γ-Aminobutyrat
2)GABA: γ-Aminobuttersäure
3)L-Dopa: L-3,4-Dihydroxyphenylalanin
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