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Die PCR in der Praxis

Die Prolongations-PCR

Bei einer Prolongations-PCR wird der letzte Schritt eines jeden Zyklus verlängert. Dieses Verfahren soll den vorzeitigen Abbruch einer PCR-Synthese verhindern, der z.B. durch abnehmende Konzentrationen an aktiven Enzymen, der Template-DNA und den dNTPs verursacht wird. Bei dieser Form der PCR wird die Elongationsphase im Verlauf der Reaktion zeitlich immer mehr ausgedehnt. So können auch längere DNA-Fragmente noch vervollständigt werden. Das ist besonders dann wichtig, wenn z.B. heterogene DNA-Gemische mit Templates unterschiedlicher Länge gleichzeitig amplifiziert werden sollen.

In der Praxis werden bei der Prolongations-PCR oft zwei Polymerasen parallel eingesetzt (z.B. "expand high fidelity"- oder "long range high fidelity"-Polymerase-Gemische), bei denen die eine Polymerase (z.B. eine Taq-Polymerase) für eine schnelle Synthese langer Produkte sorgt und die andere Polymerase (z.B. eine Tgo-Polymerase) für die Qualitätskontrolle durch die 3'-5'-Exonuclease-Aktivität (proofreading).

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Abb.1
Animation zum Temperaturprofil der Prolongations-PCR
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