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Die Legende vom Weizenkorn

Einer Sage nach tyrannisierte der indische Herrscher Shihram seine Untertanen. Um den König intellektuell zu fordern, entwickelte der Brahmane Sissa das Schachspiel. Als Belohnung hatte Sissa einen Wunsch frei, und der war ebenso ein Beispiel für seine Klugheit wie für anschauliche Mathematik. Er wünschte sich Getreide - auf das erste Feld eines Schachbretts sollte ein Korn, auf das zweite Feld die doppelte Menge, auf das dritte wiederum doppelt so viele und so fort gelegt werden. Der König schmunzelte zunächst über die vermeintliche Bescheidenheit des Brahmanen, aber er hatte wohl nicht nachgerechnet.

Als sich Shihram erkundigte, ob Sissa seine Belohnung auch bekommen habe, meldete der Vorsteher der Kornkammer, dass die erforderliche Menge an Getreidekörnern im ganzen Reich nicht aufzubringen war - nämlich 18.446.744.073.709.551.615 Weizenkörner, also etwa 18,5 Trillionen2). Das ist eine Menge, die etwa dem Tausendfachen der weltweiten jährlichen Weizenproduktion entspricht und einen Kornspeicher von je 12 km Länge, Höhe und Breite füllen würde. Nach diesem Verdopplungsprinzip funktioniert auch die PCR.