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Einführung in die PCR

Zusätze (Additive) in der PCR

In vielen Fällen lassen sich Ausbeute und Spezifität einer PCR1) durch Zugabe bestimmter Zusätze stark verbessern. In der Praxis stellen die Hersteller die erforderlichen speziellen Puffer und Additive als Bestandteile des Kits meistens von vorn herein bereit. Für spezielle Anforderungen muss die optimale Konzentration an Additiven aber doch vor Reaktionsbeginn empirisch ermittelt werden.

Die Tabelle nennt einige typische PCR-Zusätze und ihr jeweiliges Anwendungsgebiet.

Tab.1
Zur Optimierung der PCR verwendete Additive
StoffKonzentration oder MengeWirkung
Betain0,5-2 mol/Lsenkt den Schmelzpunkt und verbessert das Primer-Annealing
Rinder-Serumalbumin (BSA2))2 ng/μLbindet einige der PCR-hemmenden Substanzen
Detergenzien (z.B. Triton X-100)~verhindern die Aggregation der Polymerase
Dimethylsulfoxid (DMSO)2-10 % [v/v]senkt den Schmelzpunkt und verbessert das Primer-Annealing3)
Gelatine0,01-0,10 % [w/v]stabilisiert z.B. die Taq-Polymerase
Harnstoff1-1,5 mol/Lsenkt den Schmelzpunkt und verbessert das Primer-Annealing
Pyrophosphatase0,001-0,1 Unitsentfernt das Abbauprodukt Pyrophosphat aus dem Gleichgewicht
Spermidin4)~das Polyamin stabilisiert die DNA und reduziert unspezifische Bindungen der Polymerase an die DNA
1)PCR: polymerase chain reaction
2)BSA: bovine serum albumin
3)Der Begriff "Annealing" bezeichnet die Anlagerung des Primers an das Template.
4)N-(3-Aminopropyl)-1,4-butandiamin, H2N-(CH2)3-NH-(CH2)4-NH2
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