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Nickel-Affinitätschromatographie

Die Nickel-Affinitätschromatographie nützt die Tatsache aus, dass Proteinmotive mit mehreren Histidin-Resten hintereinander (dem so genannten His6-Tag) an Materialien mit Nickel-Chelaten binden.

Für die Isolierung dieser Fusionsproteine wird z.B. Sepharose1) verwendet, die Ni2+, gebunden an Nitrilotriessigsäure (NTA), enthält. Ni2+ kann im Austausch gegen Wasser mit zwei His-Resten des Proteins interagieren. Eluiert wird bei diesem Verfahren in den meisten Fällen mit einem Imidazol-Gradienten. Auch über eine Veränderung des pH-Wertes kann das Protein von der Säule eluiert werden, was aber bei pH-empfindlichen Proteinen mitunter zu einer Denaturierung des Proteins führen kann.

Abb.1
Prinzip der Nickel-Chelatchromatographie

Die Nickel-Nitriloessigsäure-Matrix (NTA-Ni) wird mit Proteinen beladen, die ein Sequenzmotiv aus sechs Histidin-Resten (das His-Tag) tragen. Durch einen Imidazol-Gradienten kann das Protein von der Säule eluiert werden.

Abb.2
Der Protein-Nickel-Chelatkomplex