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Das genetische Geschlecht

Das genetische Geschlecht eines Individuums wird durch die Geschlechtschromosomen bestimmt - also die Chromosomen, die bei den männlichen und den weiblichen Vertretern einer Art nicht identisch doppelt vorhanden, sondern unterschiedlich gestaltet sind. Beim Menschen charakterisieren die Geschlechtschromosomen XY einen Mann und der XX-Genotyp eine Frau. Diese Geschlechtschromosomenverteilung ist typisch für Säugetiere, einige Eidechsen, Amphibien, Fische, Fruchtfliegen und manche Pflanzen - allerdings mit Ausnahmen. Beim Schnabeltier, einem eierlegenden Säugetier, haben die Weibchen zehn X-Chromosomen (5 x 2 verschiedene Chromosomen) und die Männchen jeweils fünf unterschiedliche X- und fünf unterschiedliche Y-Chromosomen.

Bei Vögeln, vielen Schlangen, einigen Eidechsen, Fischen und Amphibien sind die Geschlechtschromosomen anders verteilt. Die Weibchen haben einen ZW-Phänotyp, während Männchen zwei gleiche Geschlechtschromosomen (ZZ) haben.

Beim Fadenwurm (dem Nematoden Caenorhabditis elegans) gibt es eine weitere Variante der Geschlechtschromosomen. Neben den Zwittern (Hermaphroditen mit den Geschlechtschromosomen XX), die Spermien und Eizellen bilden und sich durch Selbstbefruchtung fortpflanzen können, kommen auch Männchen (X0) vor, die sich mit den XX-Zwittern geschlechtlich fortpflanzen.