zum Directory-modus

Leberschäden mit tödlichem Leberversagen

Worauf genau der leberschädigende Effekt von Troglitazon beruht, ist nicht vollständig geklärt, vermutlich sind neben Umweltfaktoren auch genetische Faktoren beteiligt. Troglitazon verursacht unter bestimmten Umständen oxidativen Stress in den Mitochondrien der Leberzellen. Je nachdem, welche Zelllinie und welche (in einigen Fällen auch unphysiologisch hohe) Troglitazon-Konzentration in den jeweiligen Studien verwendet wurde, war auch die Bildung und Akkumulation toxischer Metaboliten, die Hemmung von Transportern der Gallensäuren-Salze oder die Induktion von programmiertem Zelltod (Apoptose) als Ursache im Gespräch.

Nach heutigen Theorien wird in den Leberzellen die Permeabilität der Mitochondrien-Membran erhöht. Als Folge kommt es zu oxidativem Stress und einer Fehlfunktion dieser Mitochondrien, die unter diesen Umständen für bestimmte toxische Substanzen besonders empfindlich sind. Wenn dazu eine genetisch bedingte unzureichende Funktion des mitochondrialen antioxidativen Schutzsystems hinzukommt, sind Leberschäden vorprogrammiert.

Weiterführende Informationen zum Thema "oxidativer Stress" finden Sie in der Lerneinheit Antioxidatives Schutzsystem.