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Diabetes - Ursachen und Behandlung

Erstmanifestation und klinisches Bild eines Diabetes vom Typ 1

Hyperglykämie, Polyurie und Ketoazidose

Je mehr der Insulin-produzierenden β-Zellen im Verlauf einer Diabetes Typ 1-Erkrankung zerstört werden, desto mehr entgleist der Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel des Patienten. Die ersten klinischen Symptome sind vor allem eine Hyperglykämie, im Harn wird mehr und mehr Glucose ausgeschieden und das Elektrolytgleichgewicht im Körper ist gestört. Klinisch kommt es zur Polyurie und zur Polydipsie - beides typische Symptome für Diabetes.

Auch im Fettstoffwechsel kommt es zu Veränderungen. Durch den Mangel an Insulin wird nicht genug Glucose in die Zellen aufgenommen, sondern im Körper werden immer mehr Reservefette abgebaut, um den Energiebedarf zu decken. Der Abbau von Fetten führt allerdings auch zu einem Konzentrationsanstieg von Ketonen im Blut. Die vermehrte Keton-Bildung senkt den pH-Wert des Blutes - eine Ketoazidose ist die Folge, die sich in Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen äußert.

Neben Fetten werden vermehrt Proteine abgebaut, um dem Energiebedarf des Körpers nachzukommen. All diese Vorgänge führen dazu, dass sich ein für Diabetes Typ 1 charakteristischer Gewichtsverlust einstellt, mit Muskelschwäche, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. In etwa der Hälfte aller Fälle kommen auch Sehstörungen als typische Begleiterscheinungen hinzu. Durch den Anstieg der Glucose-Konzentration im Blut entstehen im Auge ein Druckgefälle, das zu Kurzsichtigkeit, unscharfem Sehen und Fokussierungsproblemen führt. Diese Symptome verschwinden von selbst, sobald der diabetische Patient therapeutisch korrekt eingestellt ist.

Weiterführende Informationen zum Abbau von Fettsäuren.

Weitere häufige Symptome bei Diabetes

Etwa ein Drittel aller Diabetes-Patienten hat eine erhöhte Neigung zu Infekten, z.B. Vaginalinfektionen. Etwa 20 % aller Diabetiker klagt über Brechreiz, Übelkeit oder auch Bauchschmerzen.

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