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Diabetes - Ursachen und Behandlung

Regulation des Blutzuckerspiegels

Abb.1
Überschüssige Nährstoffe werden als Fett oder Glycogen gespeichert

Glucose ist ein wichtiger Nährstoff für den Menschen - es ist eine schnell verfügbare Energiequelle, die sich leicht in Form von Glycogen speichern lässt, und obendrein die einzige Energiequelle, die das Gehirn verwendet. Im Stoffwechsel spielt daher eine gleichbleibende Konzentration von Glucose im Blut eine wichtige Rolle. Zu viel Glucose ist schädlich für die Gefäße, zu wenig gefährdet die Leistungsfähigkeit des Gehirns oder der Muskulatur.

Das bedeutet, dass bei einem Überangebot an Glucose oder anderen Nährstoffen, die sich in Glucose umwandeln lassen, Speicher angelegt werden müssen - z.B. nach einer üppigen Mahlzeit. In den Phasen, in denen der Körper viel Energie benötigt (Hungerzeiten, körperliche Arbeit), werden diese Energiereserven mobilisiert und nach und nach ins Blut freigesetzt. Verschiedene Hormone regulieren die Konzentration an Glucose im Blut - vor allem Insulin und sein Gegenspieler Glucagon.

Hinweis
Insulin steigert die Glucose-Verwertung - der Blutzuckerspiegel sinkt.
Glucagon steigert die Glucose-Freisetzung - der Blutzuckerspiegel steigt.

Glycogen- und Fettreserven

Leber, Skelettmuskeln und Fettgewebe sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel, denn bei einem Überangebot an Glucose legt der Körper hier Reserven an. Leber- und Muskelzellen nehmen Glucose aus dem Blut auf und speichern sie als Glycogen, während das Fettgewebe Glucose in Fett umwandelt.

In Hungerzeiten oder bei hohem Glucose-Bedarf werden diese Energiereserven wieder freigesetzt. Noch bevor der Glucose-Spiegel im Blut unter den Sollwert sinkt, wirkt das Hormon Glucagon auf die Leberzellen und sorgt dafür, dass wieder mehr Glucose in das Blut entlassen wird. Der Abbau von Reserven (Glycogen) in der Leber als auch die Neusynthese von Glucose-Synthese aus Vorstufen (Gluconeogenese) nimmt zu. Die Fähigkeit der Leber, ihre wichtigen Funktionen im Glucose-Haushalt zu erfüllen, beruht auf der verschiedenen Stoffwechselaktivitäten der Leberzellen und auf der Nähe zu den aus dem Dünndarm aufgenommenen Nährstoffen über die Leberpfortader. Die Leber nimmt damit ebenso wie die Hormon-produzierende Bauchspeicheldrüse (Pankreas) eine zentrale Rolle bei der Blutzucker-Regulation des Körpers ein.

Energieversorgung im Körper - wer macht was?

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