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Diabetes - Ursachen und Behandlung

Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein kleines Organ mit exokrinen Zellen, die Flüssigkeit in einen Gang abgeben, der in den Zwölffingerdarm mündet. Pro Tag werden etwa 1,5 Liter alkalischer Flüssigkeit produziert, die Verdauungsenzyme wie Lipasen, Proteasen, Amylasen und Nucleasen zur Verdauung von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten enthält. Neben der Produktion von Verdauungsenzymen bildet das Pankreas Hormone, die ins Blut abgegeben werden. Diese endokrinen Zellen liegen im Bereich der Langerhans-Inseln (1869 von Paul Langerhans entdeckt) und werden unterteilt in:

  • α-Zellen, die Glucagon zur Regulation des Blutzuckerspiegels produzieren (ca. 35-45 % der Inselzellen beim Menschen)
  • β-Zellen, die Insulin zur Regulation des Blutzuckerspiegels produzieren (ca. 50-60 %)
  • δ-Zellen produzieren Somatostatin (ca. 10 %), das u.a. die Abgabe von Verdauungsenzymen durch die Bauchspeicheldrüse hemmt
  • PP-Zellen produzieren pankreatisches Polypeptid, das u.a. die Abgabe von Verdauungsenzymen durch die Bauchspeicheldrüse hemmt
  • ε-Zellen produzieren Ghrelin, ein Appetit-anregendes Hormon
Abb.1
Pankreas

Die beiden Hormone Insulin und Glucagon, die den größten Teil der pankreatischen Hormone ausmachen, sind sehr wichtig für den Blutzuckerspiegel: Insulin senkt den Glucose-Spiegel, indem es die Aufnahme von Glucose in Muskel-, Leber- und Fettzellen steigert und die Synthese von Glucose-Speichern in Form von Glycogen. Glucagon hingegen fördert den Abbau von Glycogen, Proteinen und Fetten.

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