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Zelluläre Testsysteme

Tierversuche in Deutschland

Abb.1
Viele Versuche werden an Ratten durchgeführt

Zahlreiche Kosmetika, Haushaltsprodukte und Medikamente werden an Tieren auf ihre Verträglichkeit für den Menschen getestet. Diese Tests sind in Art und Umfang gesetzlich geregelt, bevor ein neues Produkt in den Handel gelangen darf, müssen aber nicht zwingend an Tieren erfolgen.

Trotz aller Bestrebungen, möglichst wenige Versuchstiere einzusetzen, stieg im Jahr 2007 die Zahl der Tierversuche an Wirbeltieren für Forschungs- bzw. Therapiezwecke in Deutschland auf ca. 2,6 Millionen und lag damit sogar 4,5 % über dem Wert des Vorjahres. Mehr als 80 % dieser Versuche werden an Nagetieren (vor allem Mäuse und Ratten) durchgeführt. Aber auch Hunde, Katzen oder Affen sind für bestimmte toxikologische Untersuchungen oder Prüfungen von medizinischen Produkten und Geräten noch praktisch unverzichtbar.

Ein weiterer Grund für den erneuten Anstieg an Tierversuchen 2007 ist die neue EU-Chemikalienverordnung REACH. Von zahlreichen Substanzen, die in der Industrie oft auch in großen Mengen verwendet werden, ist das Gefährdungspotenzial für den Menschen bisher unbekannt. Nun sollen im Rahmen dieser neuen Verordnung etwa 30.000 Chemikalien, die vor 1981 auf den Markt gekommen sind, auf ihre Verträglichkeit und Unbedenklichkeit für den Menschen geprüft werden. Vorsichtigen Schätzungen zufolge werden allein für diesen Zweck in Europa rund 50 Millionen Tierversuche notwendig sein.

Übungsaufgabe

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