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Zelluläre Testsysteme

Substanzbanken

Abb.1
Vollautomatische high throughput screening-Anlage

Ähnliche Substanzen haben oft ein ähnliches Wirkungsspektrum und rufen ähnliche Reaktionen in einem Organismus hervor. Eine Substanzbank ist eine Art Lager für chemische Substanzen, die sich im Grundaufbau oder im Hinblick auf die Substituenten in bestimmte Gruppen einteilen lassen.

Im Hochdurchsatz-Screening (high throughput screening oder HTS) können diese Substanzbibliotheken mit Hochleistungscomputern auf ganz bestimmte Moleküleigenschaften hin durchsucht werden.

HTS als Ersatz für Tierversuche

Fast alle großen pharmazeutischen Firmen verfügen mittlerweile über umfangreiche Substanzbanken. Für das Screening dieser Substanzbibliotheken standen früher ausschließlich Tierversuche und wenige in vitro-Tests mit mehr oder weniger reinen Enzymen zur Verfügung. Erst ab etwa 1970 kamen die ersten Zellkultur-Testsysteme hinzu. Heute sind etliche menschliche Zellkulturen für das Bioaktivitäts-Screening kommerziell erhältlich. Das ist gerade im Rahmen der REACH-Chemikalientests extrem wichtig, denn so kann die Risikoabschätzung einer Serie ähnlicher Substanzen durchgeführt werden, bevor der Tierversuch mit jeder Einzelsubstanz erfolgt. Die Anzahl der benötigten Tiere lässt sich so erheblich verringern.

Weiterführende Informationen

Informationen zu Substanzdatenbanken finden Sie in der Lerneinheit Kombinatorisches Wirkstoffdesign.

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