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Zelluläre Testsysteme kompakt

Tests auf Hautverträglichkeit

Abb.1
Hautreaktion

In der Kosmetikindustrie ist die Hautverträglichkeit einer Substanz sehr wichtig. Cremes dürfen die Haut nicht irritieren und sollten auch keine Allergien verursachen. Einige kosmetische Produkte sind photoreaktiv, d.h. sie rufen unangenehme Reaktionen im Sonnenlicht hervor. Auch das muss getestet werden, bevor ein neues Produkt in den Handel gebracht werden darf.

In der Vergangenheit wurde die Hautverträglichkeit im Draize-Test an Kaninchen überprüft, deren Haut rasiert und mit der Testsubstanz bestrichen wird. Diese für die Tiere unangenehme und schmerzhafte Prozedur liefert nicht immer ein aussagekräftiges Resultat, was die Anwendbarkeit am Menschen angeht.

Eine andere Variante des Draize-Tests überprüft die Schleimhautverträglichkeit von Kosmetika und Haushaltsprodukten an Kaninchenaugen. Den Tieren, vorzugsweise weißen Neuseeland-Kaninchen mit sehr großen Augen, wird die Testsubstanz ins Auge getropft - oft sind Augenreizungen oder sogar Verätzungen am Auge der Tiere das Resultat.

Ersatzverfahren für den Draize-Test

Abb.2
Dreidimensionales Hautäquivalent aus europäischem Biopsiematerial
Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB

Als Ersatz für den Draize-Test gibt es heute Zellmodelle, die auf tierischen bzw. menschlichen Hautzellen basieren. Die Testsubstanz wird dabei z.B. zu einer Kultur von roten Blutkörperchen gegeben. Wenn die betreffende Substanz die Oberfläche der Blutkörperchen (die Membran) angreifen, platzen die Zellen und der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) wird frei.

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