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Zelluläre Testsysteme kompakt

Wie giftig ist eine Substanz für den Menschen?

Abb.1
Wieviel einer Substanz ist toxisch?

Die Giftigkeit (Toxizität) eines Medikamentes oder einer Substanz für den Menschen wurde in der Vergangenheit grundsätzlich an Versuchstieren in Akut-Toxizitätstests ermittelt. Dazu wird die LD50 (letale Dosis) bestimmt, also die Dosis einer Substanz, bei der die Hälfte der Testtiere stirbt. Bei diesem Verfahren, das 1927 entwickelt wurde, ist der Verbrauch an Versuchstieren enorm hoch und die Tiere leiden oft.

Zudem ist das Resultat dieser Tests nur bedingt auf den Menschen übertragbar, denn menschlicher und tierischer Stoffwechsel reagieren nicht immer gleich auf einen Giftstoff.

Als Alternative zum Tierversuch eigenen sich Zellkultursysteme auf der Basis tierischer Zellen.

Toxizitätstests im Zellkultursystem

Wenn ein Schadstoff zu lebenden Zellen gegeben wird, löst dieser bei den Zellen eine Stressreaktion aus. Als Folge werden bestimmte Gene besonders oft abgelesen und Boten-RNAs (mRNA) vermehrt synthetisiert. Die isolierten mRNAs werden einem technischen Verfahren unterzogen das Rückschlüsse auf die Art und Menge der gebildeten mRNA zulässt: Je öfter Stress-spezifische Gene abgelesen wurden, desto giftiger ist die getestete Substanz.

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