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Zelluläre Testsysteme kompakt

Zelltests mit Immunzellen

Für die Beurteilung einer neuen Substanz oder eines Wirkstoffs ist es auch notwendig, ein Testsystem zu besitzen, das Aussagen darüber zulässt, ob diese Substanz möglicherweise allergische Reaktionen oder Gehirnschäden hervorruft. In Tiermodellen lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen nicht immer sicher vorhersagen, da das tierische Immunsystem oft anders reagiert als das des Menschen.

Das Exponat enthält menschliche Immunzellen, die ähnlich auf einen Schadstoff reagieren wie in einem echten Lymphknoten. Die Immunzellen, die mit diesem Schadstoff in Kontakt kommen, schütten Botenstoffe (Cytokine) aus und synthetisieren Antikörper. Das lässt sich mit Oberflächenplasmonenresonanz (SPR1)) im Zellkultur-Überstand nachweisen.

Abb.1
Kammer- oder Arraysystem
Abb.2
Detail: die Reaktionskammer

Die Reaktionskammer wird in das Kammer- oder Arraysystem eingesetzt und versiegelt. In diesem System kann jede einzelne der Reaktionskammern separat angesteuert und die Reaktion der Mikroorganismen auf die Wirkstoffe beobachtet werden. Die weißen Röhrchen bestehen aus einer Diffusionsmembran, über die die in der Kammer enthaltenen Zellen mit Nährstoffen versorgt bzw. den Testsubstanzen ausgesetzt werden.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zur Oberflächenplasmonenresonanz finden Sie in der entsprechenden Lerneinheit.

1)SPR: surface plasmon resonance
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