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Bärtierchen (Tardigrada) kompakt

Aufbau und Eigenschaften der Bärtierchen

Abb.1
Bärtierchen (Tardigrada)

Das Stilett am Mund (oben) dient zum Anstechen der Nahrung.

Der lateinische Name Tardigrada, "Langsam-Geher", hängt mit der etwas unbeholfen wirkenden Fortbewegungsweise der auf dem Land lebenden Arten zusammen, die es auf maximal 17,7 cm/Stunde bringen. Warum diese Tiere auch "Bärtierchen" heißen, wird bei einem Blick durch ein Mikroskop schnell klar.

Der Körper der Bärtierchen besteht aus einem Kopf und vier Segmenten, die jeweils ein Beinpaar mit mehreren Krallen oder Haftscheiben tragen. Aus dem Mund sind ein Paar spitze Stilette hervorschiebbar, mit denen die Nahrung (vor allem Algen, Pflanzenzellen, Rädertierchen oder auch Fadenwürmer) regelrecht angestochen und dann ausgesaugt werden kann.

Eine Blutzirkulation oder Atmungsorgane gibt es bei diesen Tieren nicht, die daher auf den Gasaustausch über das Wasser oder wenigstens einen Wasserfilm auf der Haut angewiesen sind.

Während die im Meer lebenden Arten in den meisten Fällen hell oder farblos sind, können im Süßwasser oder am Land lebende Bärtierchen auch rot, gelb, grün, schwarz oder lila gefärbt sein.

Auch im Hinblick auf ihre Sinnesorgane sind Bärtierchen eher einfach organisiert. Viele Tiere haben punktförmige Augen, die aus einer Pigmentzelle mit zwei lichtempfindlichen Zellen bestehen. Manche Arten tragen auf dem Rumpf borstenartige Härchen, die auf Berührung oder chemische Reize reagieren können.

Übungsaufgabe

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