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Sterilisationsverfahren

Sterilisation - wozu eigentlich?

Abb.1
Speiseeis ist ein idealer Nährboden für Bakterien
http://www.pixelio.de: Oliver Weber

So mancher Mutter würde wohl der Appetit vergehen, wenn sie wüsste, was sich alles in der schmelzenden Eiscreme tummelt. Bei sommerlichen Temperaturen können sich Bakterien rasant schnell vermehren.

Das zumeist harmlose, überall verbreitete Darmbakterium Escherichia coli und seine weniger angenehmen, Gifte synthetisierenden Verwandten wie die Salmonellen verdoppeln sich unter optimalen Bedingungen alle 20-30 Minuten. Ein einziges Bakterium produziert in drei Stunden damit bis zu 512 Nachkommen! Keimzahlen von 109 Bakterien pro Milliliter Saft sind da schnell erreicht - da wird aus jedem Fruchtsaft in kurzer Zeit eine trübe Brühe.

Gäbe es keine Sterilisations- oder Teilentkeimungsverfahren, um die Keimzahl in bestimmten Lebensmitteln von vornherein zu senken, wären besonders im Sommer bakteriell bedingte Magen-Darm-Erkrankungen oft die Folge.

Hinweis
Nach einer Sterilisation sind praktisch keine lebenden Keime mehr vorhanden, während bei der Teilentkeimung oder Konservierung nur bestimmte Keime getötet bzw. an der Vermehrung gehindert werden.

Konservierungsmethoden gibt es schon sehr lange

Abb.2
Obst in Alkohol

Methoden, mit denen sich Lebensmittel haltbarer machen lassen, benutzen Menschen schon seit langer Zeit. Obst wird getrocknet, mit viel Zucker in Weckgläsern eingekocht oder in Alkohol eingelegt, Schinken durch Salz konserviert und Würste geräuchert.

Alle diese Verfahren beruhen auf dem Prinzip, die in oder auf den Lebensmitteln natürlicherweise enthaltenen Keime direkt zu töten oder wenigstens ihre Vermehrung zu verhindern.

Heute übernimmt die Lebensmittelindustrie zu einem großen Teil die Verarbeitung und Haltbarmachung unsere Nahrung.

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