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Diagnostische Tests zur Krebsfrüherkennung

Molekulare Tumormarker

Mouse
Abb.1
3D-Modell eines CEA-Adhäsin-Komplexes

Strukturmodell eines Komplexes des carcinoembryonalen Antigens (CEA, gelb) mit einem Oberflächenprotein der Zellen (Adhäsin-Molekül, grau). PDB-Code: 2VER.

Bei den molekularen Tumormarkern handelt es sich um körpereigene Substanzen, die bei Krebserkrankungen vermehrt oder in veränderter Form produziert werden. Diese Marker bzw. Konzentrationsveränderungen dieser Marker lassen sich im Blut, im Urin oder in anderen Körperflüssigkeiten der Patienten nachweisen.

Tumormarker sind z.B. Proteine, die normalerweise vorwiegend im Fetus produziert werden, in gesunden Patienten aber kaum noch zu finden sind. Dazu zählt beispielsweise der Marker CEA1) oder auch das AFP2), dessen Konzentration bei gesunden Menschen nur in der Schwangerschaft leicht erhöht ist - oder eben bei Patienten mit bestimmten Krebserkrankungen. Andere Marker wie die so genannten Krebs-Antigene (CA3)) sind Proteine auf der Oberfläche bestimmter Zellen, die ebenfalls im Blut normalerweise nicht vorkommen und deren Anzahl nur bei einer Tumorerkrankung erhöht ist.

In vielen Fällen eignen sich diese Tumormarker nur bedingt, um damit einen Tumor aufzuspüren, da der individuelle Basiswert dieser Marker von Mensch zu Mensch stark schwanken kann und die Marker oft nicht spezifisch für eine bestimmte Tumorart sind. Tumormarker werden vielmehr eingesetzt, um nach einer Therapie den Erfolg der Behandlung zu kontrollieren. Steigt der Wert z.B. nach einer Chemotherapie wieder an, ist das ein Hinweis auf einen möglichen Rückfall.

Tab.1
Häufig verwendete Tumormarker
MarkerErläuterungKrebsart
CEA carcinoembryonales Antigenu.a. Dick- und Mastdarmkrebs
AFPAlpha-Fetoproteinu.a. Leberkrebs, Hodenkrebs
CA 72-4Cancer-Antigen 72/4Magen- und Eierstockkrebs
CA 125 Cancer-Antigen 125Eierstock- und Eileiterkrebs
NSEneuronenspezifische Enolasekleinzelliges Bronchialkarzinom
CYFRACytokeratin-19-Fragmentu.a. nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom
hCGhumanes Choriongonadotropinu.a. Eierstock- und Hodenkrebs
PSAprostataspezifisches AntigenProstatakrebs
MCA mucin-like cancer associated antigenvor allem Brustkrebs (als Marker für die Therapiekontrolle)

Übungsaufgabe

1)CEA: carcinoembryonales Antigen
2)AFP: Alpha-fetales Protein
3)CA: Cancer antigen
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