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Diagnostische Tests zur Krebsfrüherkennung kompakt

Molekularer Marker für Prostatakrebs: PSA

Molekulare Marker für bestimmte Krebsarten lassen sich sehr einfach in Körperflüssigkeiten wie z.B. Blut oder Urin nachweisen. Aber nicht immer zeigt ein erhöhter Wert eine Krebserkrankung an und nicht immer bedeutet ein negatives Ergebnis in diesen Tests automatisch Gesundheit. Der PSA1)-Test ist ein gutes Beispiel dafür, dass Testergebnisse kritisch betrachtet werden müssen.

Prostatakrebs - der umstrittene PSA-Marker

Abb.1
5 Tage sollte man(n) zwischen einer Fahrradtour und einem PSA-Test vergehen lassen

PSA ist ein Protein, das in der Prostata (Vorsteherdrüse) von Männern produziert wird. Bei der Krebsvorsorge wird der PSA-Wert im Blutserum bestimmt, denn dieser Wert ist bei Prostatakrebs oft erhöht. Liegt der PSA-Wert über 4,0 ng/mL, wird dem Patienten zu einer Gewebeprobe geraten.

Aber auch gutartige Gewebeveränderungen der Prostata oder ausgedehnte Fahrradtouren am Tag vor dem Test erhöhen den PSA-Wert - und jeder fünfte Patient mit Prostatakrebs hat normale PSA-Werte, so dass die Aussagekraft dieses Markers umstritten ist. Nur in weniger als einem Drittel aller Fälle mit erhöhten Werten liegt wirklich Prostatakrebs vor.

Übungsaufgabe

1)PSA: prostata-specific antigen
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