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Diagnostische Tests zur Krebsfrüherkennung kompakt

ESR-Spektroskopie

Abb.1
ESR-Spektrum des Benzol-Anion-Radikals

Die ESR-Spektroskopie ist die empfindlichste spektroskopische Methode. Mit ihr lassen sich jedoch nur paramagnetische Verbindungen mit ungepaarten Elektronen nachweisen, z.B. freie Radikale.

Mit geeigneten Spinsonden kann so beispielsweise eine veränderte Transport- und Bindungsfunktion von Albumin festgestellt werden.

Weitere Informationen zur ESR finden Sie in der Lerneinheit Quantentheorie und Spektroskopie: EPR und Spin-Dichten.

ESR und Krebsfrüherkennung

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Abb.2
3D-Modell der 16-Doxyl-stearinsäure

Serum-Albumin ist ein Transportprotein im Blut. Es transportiert Fettsäuren, Vitamine, aber auch Medikamente oder Gifte. Je nachdem, welche Substanz an Serum-Albumin gebunden ist, hat es eine andere Gestalt, die sich experimentell bestimmen lässt.

Diese Eigenschaft lässt sich für die Diagnose von krankheitsbedingten Veränderungen einsetzen. Bei Krebs, aber auch bei einem verstärkten Auftreten von Giften (z.B. bei Leberfunktionsstörungen) verändern sich die Bindungseigenschaften des Albumins so, dass der Transport von Stoffen beeinträchtigt ist.

Für den Nachweis einer solchen Veränderung wird ein radikalisches, langkettiges Fettsäure-Derivat verwendet (16-Doxyl-stearinsäure), das an Albumin bindet. Wenn Tumorzellen im Körper vorhanden sind, ist die Bindung an diese Fettsäure weniger stark.

Übungsaufgabe

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