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Atomabsorptionsspektroskopie (AAS) - Anwendung

Arbeitsschutz und Sicherheit am Messplatz

Die üblichen Sicherheitsmaßnahmen im Labor wie das Tragen von Schutzbrille und Kittel sind natürlich auch im AAS-Labor zu beachten; darüber hinaus verdienen folgende Punkte spezielle Beachtung, weil sie im direkten Zusammenhang mit den Besonderheiten des Verfahrens stehen:

Bei der eigentlichen Messung entstehen Metall- und Säuredämpfe, die direkt am AAS-Gerät durch Punktabsaugung entfernt werden müssen.

Beim Probenaufschluss wird darüber hinaus zum Teil mit hochgradig ätzenden und korrosiven Ansätzen gearbeitet, was besondere Vorsicht erfordert - bei Arbeiten, die Säuredämpfe freisetzen, sollte grundsätzlich im Laborabzug gearbeitet werden! Dabei müssen die Abluftleitungen - ebenso wie bei der oben genannten Punktabsaugung - säurefest sein.

Alle Abfälle von Proben und Kalibrierlösungen müssen vorschriftsmäßig entsorgt werden: Sowohl die starken Säuren als auch die teilweise hochgiftigen Schwermetalle dürfen nicht in die Kanalisation eingeleitet werden!

Die Gasversorgung des AAS-Gerätes erfordert die üblichen Maßnahmen zum sicheren Betrieb von Flaschen mit brennbaren Gasen (Standsicherheit der Gasflasche, einwandfreier Zustand von Ventil und Schlauchverbindungen). Brand- und Explosionsgefahr ist darüber hinaus durch die offene Flamme im Spektrometer gegeben - kein Arbeiten mit leichtflüchtigen, brennbaren Lösungsmitteln in der Nähe!

Bei Geräten mit Zeeman-Untergrundkompensation (Zeeman-Effekt) treten starke Magnetfelder auf, die für Träger von Herzschrittmachern eine Gefährdung darstellen können - entsprechende Warnhinweise sind im Labor auszuhängen!

Da die AAS auch in der medizinischen Diagnostik angewandt wird und das Probenmaterial infektiös sein kann, gelten für diesen Bereich zusätzlich die üblichen Vorsichtmaßnahmen für labormedizinisches Personal (Hepatitis-B-Impfung, HIV-Schutz durch geeignete Handschuhe usw.).

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