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2D HPLC

Umfassende 2D-LC

Die umfassende 2D-LC ist jedoch die anspruchsvollste Technologie. Die Realisierung solcher Systeme ist nicht trivial. Ein schematischer Aufbau kann der (Abb. 1) entnommen werden.

Abb.1
Schematischer Aufbau eines zweidimensionalen flüssigkeitschromatografischen Systems basierend auf einer „Zwei-Schleifen“-Technik.

Prinzipiell erfolgt die Modulation mit Hilfe der „Zwei-Schleifen“-Technik. Hierbei sind zwei identische Transfer-Kapillaren z.B. mit einem Zehnport-Zwei-Wege-Ventil verbunden. Nach der Injektion der Probe auf die erste Trenndimension wird das Eluat alternierend in eine der beiden Transfer-Kapillaren geleitet. Während eine der beiden Schleifen befüllt wird, befindet sich die andere Schleife im Flussweg der zweiten Dimension. Das Eluat der ersten Dimension wird dabei auf die zweite Dimension injiziert und analysiert. Nach der Analyse wird die Trennsäule der zweiten Dimension zusätzlich re-equilibriert. Dieser Gesamtvorgang wird auch als ein Zyklus bezeichnet. Damit kein Eluat der ersten Dimension verloren geht, ist die Analysezeit der zweiten Dimension an die Füllzeit der Schleifen gekoppelt. Diese darf kürzer als die Sammelzeit der Schleifen sein, jedoch nicht länger. Nach jedem Zyklus schaltet das Modulationsventil in die entgegengesetzte Position und ein neuer Zyklus beginnt. Dies ist ein alternierender Prozess, der an die Laufzeit der ersten Dimension gekoppelt ist.

Damit das zu übertragende Transfervolumen auf die zweite Dimension nicht zu groß wird und für die Analyse der zweiten Dimension ausreichend Zeit zur Verfügung steht, sollte die Flussrate und dementsprechend die Säulendimensionen der ersten Dimension angepasst werden. Wie der (Abb. 1) entnommen werden kann, werden in der ersten Dimension oft Säulen mit kleinerem Durchmesser als auf der zweiten Dimension eingesetzt.

In Bezug auf die Detektion stehen prinzipiell alle für die klassische HPLC verfügbaren Detektoren zur Verfügung. Dies umfasst sowohl UV- als auch Fluoreszenzdetektoren sowie Massenspektrometer. Bezugnehmend auf die Komplexität der Realroben empfiehlt es sich jedoch auf hochauflösende Massenspektrometer zurück zu greifen.

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