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Alkalimetalle – Gruppenübersicht

Reaktivität

Die Alkalimetalle sind wegen ihres stark elektropositiven Charakters und des Fehlens stabiler Schutzschichten sehr reaktiv und setzen sich mit fast allen Elementen und vielen chemischen Verbindungen um. Die Reaktivität nimmt mit steigender Ordnungszahl zu: Lithium setzt sich z.B. mit Wasser relativ langsam um, Caesium reagiert dagegen explosionsartig unter Entzündung des gebildeten Wasserstoffs.

Die Halogenide der Alkalimetalle sind ionisch aufgebaute, schwerflüchtige, thermisch sehr stabile Verbindungen (Salze). Mit Ausnahme des Lithiumfluorids, LiF, sind alle in Wasser leicht löslich. Die Oxide werden direkt aus den Elementen gebildet, dabei nimmt die Stabilität sauerstoffreicherer Per- und Hyperoxide mit steigender Atommasse des Alkalimetalls zu. Die Hydroxide sind ionische Substanzen, die in Wasser vollständig dissoziieren und somit starke Basen darstellen.

In flüssigem Ammoniak lösen sich alle Alkalimetalle mit blauer Farbe, die auf die Bildung solvatisierter Elektronen (neben solvatisierten Metallkationen) zurückzuführen ist. Beim Lösen in Aminen oder Polyethern disproportionieren die Alkalimetalle (Ausnahme: Li) in geringem Umfang unter Bildung solvatisierter Kationen M+ und farbiger, solvatisierter Anionen M. Die Konzentration dieser Alkalide M lässt sich durch Zusatz von Kronenethern und Cryptanden, die sehr stabile Komplexe mit M+ bilden, wesentlich steigern.

Mit vielen anderen Metallen bilden die Alkalimetalle Verbindungen oder Legierungen, mit Quecksilber z.B. Amalgame.

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